Eine Hommage an den Bieberer Berg

Geschrieben von am 22. September 2011 | Abgelegt unter Boris van de Krake

Am kommenden Samstag wird die neue WK eingeweiht. Anlass für unseren Liga-Experten Boris van de Krake, eine kurze Hommage über unseren legendären Berg zu verfassen:

Ein großes Stück des Kickersherzen stirbt, ein neues Stück wird geboren.

Vieles ändert sich, aber das "Feeling Bieberer Berg" bleibt!

Im Januar diesen Jahres war es also soweit. Die ersten Bilder des neuen Kickers-Stadions wurden veröffentlicht. Für die einen ein Schock, für die anderen ein richtiger Schritt in die Zukunft des Vereins. Unser neues Stadion wird zur Saison 2011/2012 eröffnet und bietet Platz für 20.500 Zuschauer. Ein Mythos geht verloren, aber eine neue Chance auf Profifußball entsteht.

 

Aber wie kam es zu dem legendären Kult um den Bieber Berg?

Bereits im Jahr 1921 wurde das Stadion am Bieberer Berg nach dem Bau einer Sitztribüne eröffnet. 1952 wurde der Bau der Gegengerade fertiggestellt, auf der sich hauptsächlich Stehplätze befanden. Dies wurde bis heute beibehalten und auch im neuen Stadion werden unsere Fans wieder die Möglichkeit haben, auf der Gegengrade ihren Stehplatz zu finden. Dies ist eine einmalige Situation in deutschen Stadien. Nachdem 1968 die Flutlichtanlage eingeweiht wurde, folgte 1973 die Errichtung der heutigen Henninger- Tribüne, die zu damaliger Zeit eine der modernsten Tribünen Deutschlands war. Doch was machte das Stadion so faszinierend? Die meisten Stadien wurden gleichzeitig als Leichtathletikstadion gebaut und genutzt. Durch die Laufbahnen saßen und standen  die Zuschauer in diesen Stadien weit entfernt vom Geschehen auf dem Platz und konnten ihren Heimvorteil durch die schlechte Akustik nur selten zum Ausdruck bringen. Dies war am Bieberer Berg ganz anders! Als reines Fußballstadion gebaut, befanden sich die Tribünen direkt am Spielfeldrand. Die Spieler auf dem Platz konnten den Atem der Fans praktisch im Nacken spüren. Diese lautstarke Unterstützung war für die meisten Vereine und Spieler ungewohnt und verschaffte unseren Kickers einen wahren Heimvorteil. Die Spieler haben es wohl gehasst gegen uns am Berg spielen zu müssen. So kamen Nationalspieler, Europapokalteilnehmer und Spitzenmannschaften an den Bieberer Berg und mussten oft einsehen, daß es hier wohl nichts zu holen gibt. Aber so geht jede Zeit und Ära einmal zu Ende. Mit den Jahren machte sich das Alter unseres Stadions immer mehr bemerkbar, und mehr als kleine Reparaturarbeiten waren für den Verein kaum zu stemmen. Nun entsteht also ein neues Stadion in Bieber, dass Moderne und Kult miteinander verbinden soll. So werden wir ein eng geschnittenes Vier-Tribünen-Stadion mit Stehplätzen auf der Gegengraden erhalten.

 

Es bleiben schöne Erinnerungen an unsere kultige Spielstätte. Aufstiege, sensationelle Siege und nicht zuletzt die Reden von Waldemar Klein werden immer in unserer Erinnerung bleiben.

Aber auch in unserem neuen Stadion werden wir viele schöne und unvergessliche Momente erleben. Also freuen wir uns auf eine hoffentlich erfolgreiche Zukunft am Bieberer Berg.

Rot-weiße Grüße

Boris van de Krake

Vorbericht: 3 Siege – 3 Niederlagen… und was kommt jetzt?

Geschrieben von am 24. August 2011 | Abgelegt unter Boris van de Krake

Etwas holprig startete unser OFC in diese Saison. Nach einer unglücklichen Niederlage in Heidenheim und einem Sieg gegen Sandhausen folgten 2 desaströse Auftritte gegen Haching und Chemnitz. Nach diesen Niederlagen musste man schon fast Angst um die Kickers haben, und dies sahen unsere Verantwortlichen wohl ähnlich. Innerhalb von 3 Tagen gab der OFC die Verpflichtungen von Marc Stein und Stefan Vogler bekannt. Mit diesen beiden Spielern gewannen die Kickers die Spiele gegen Oberhausen und Jena. Wird jetzt also alles gut?
So einfach ist es leider noch nicht, die beiden Siege sollten der Mannschaft zwar Selbstvertrauen geben, aber es ist noch längst nicht alles Gold was glänzt. Unsere Abwehr stand zuletzt leider noch nicht so sicher wie erwartet und richtige Torchancen wurden von unserer Offensive eher selten herausgespielt. Trotz dieser Probleme gibt es auch Positives zu erkennen. Die Mannschaft scheint nun langsam zueinander zu finden und strahlt zumindest nach außen eine gewisse Geschlossenheit aus.

Nun kommt am nächsten Wochenende mit dem SV Babelsberg eine Mannschaft an den Bieberer Berg, die bis jetzt hauptsächlich durch Kampf und Willen zu überzeugen wusste. In der letzten Saison gewannen die Kickers ihr Heimspiel knapp mit 2-1 durch Tore in den letzten Minuten. Es bleibt zu hoffen, dass die Kickers den Kampf annehmen und wir nicht wieder bis zum Abpfiff zittern müssen. Für den in Potsdam geborenen Marc Stein sollte dieses Spiel etwas Besonderes sein , und mit dem dritten Sieg in Folge könnte auch wieder etwas mehr Ruhe in Offenbach einziehen.

Doch wie geht in den nächsten Wochen für unsere Kickers weiter? Ein weiterer Mittelfeldspieler soll noch bis zum Transferschluss verpflichtet werden. Ist diese Verpflichtung denn überhaupt notwendig? Da unser zentrales Mittelfeld meiner Meinung nach oft zu behäbig wirkt und das Spiel in der Offensive zu sehr verlangsamt, halte ich diese Verpflichtung durchaus für sinnvoll und notwendig. Es bleibt zu hoffen, daß die Verantwortlichen einen geeigneten Kandidaten finden werden und sich nicht durch eine eventuelle Siegesserie blenden lassen.

Auch wenn wir erst vor dem 7. Spieltag stehen ist bereits abzusehen wie ausgeglichen die Mannschaften sind. Die alte Phrase „jeder kann jeden schlagen“  bewahrheitet sich momentan und der Durchmarsch eines Teams wie in der letzten Saison ist eher nicht zu erwarten.

Also lasst uns alle wieder mehr zusammenrücken und die Mannschaft nach vorne pushen, damit wir am Ende dieser Saison einen erfolgreichen OFC feiern können.

Rot-weiße Grüße
Boris van de Krake.

Nach dem Spiel gegen Sandhausen

Geschrieben von am 4. August 2011 | Abgelegt unter Aktuelles, Boris van de Krake

Direkt nach dem Spiel fragt Micha unseren Ligaexperten Boris van de Krake nach einer Kurzanalyse und hier ist sie ;-)

Vorschau: 1. FC Heidenheim – Kickers Offenbach

Geschrieben von am 19. Juli 2011 | Abgelegt unter Boris van de Krake

Morgen ist es also endlich soweit. Unsere geliebten Kickers bestreiten das Saisoneröffnungsspiel gegen Heidenheim. Das Team von Trainer Arie van Lent fährt motiviert und und gut vorbereitet in die Ostalb. Auch wenn der Ausfall von Jannik Sommer schmerzen wird, bin ich mir sicher, daß unsere Kickers etwas Zählbares aus Heidenheim mitbringen werden. Natürlich haben die letzten Testergebnisse einige Fans ins Grübeln gebracht, wohin unser Weg in dieser Saison führen wird. Aber auch bei unserem Gegner lief zuletzt wie bei der Niederlage gegen Hoffenheim II nicht alles optimal. Wichtig wird für unsere Mannschaft sein, von Anfang an mit Pressing dagegen zuhalten und die Heidenheimer gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen. Wenn wir dies umsetzen und nach vorne unser Spiel durchsetzen, können wir auch mit mehr als nur einem Punkt die Heimfahrt antreten. Also lasst uns alle unsere Mannschaft bei diesem schweren Auswärtsspiel unterstützen.

Ach eins noch! Der OFC hat seit 1995 kein Spiel zum Saisonauftakt verloren!! Dies sollte uns doch alle etwas optimistischer stimmen.
Rot-Weiße Grüße

Boris van de Krake

Wie stark ist die 3. Liga? Letzter Teil!

Geschrieben von am 21. Juni 2011 | Abgelegt unter Aktuelles, Boris van de Krake

So, nun sind wir auch schon beim siebten und letzten Teil unserer Prognose angekommen. Ich hoffe wir konnten euch zum Start in die Vorbereitungsphase etwas die Zeit vertreiben und einen Überblick über unsere diesjährigen Gegner geben. Da die Transferperiode noch bis zum 31.08.2011 läuft kann sich an dem Kader der Mannschaften natürlich noch so einiges ändern. Diese Prognosen sind zwar alle spekulativ, man weiß ja nie wie sich die Mannschaften während einer Saison entwickeln, aber als Orientierung zwischendurch hat euch das Lesen der Artikel hoffentlich  etwas Spaß gemacht. Kommen wir nun zu den beiden letzten verbleibenden Vereinen, und dies sind Regensburg und unsere geliebten Kickers.

SSV Jahn Regensburg:

Die Regensburger gehören zu den Vereinen denen man wirklich mal Respekt zollen muss. Jedes Jahr aufs neue, steht der Verein vor dem finanziellen Kollaps. Sie starten Jahr für Jahr mit einem der geringsten Etats in die Liga und belegen am Ende dann doch einen Platz im vorderen Mittelfeld. Mit einer überlegten Kaderplanung und durch Kampfgeist und Motivation gelingt es ihnen immer wieder in der Liga mitzuhalten. Auch in der letzten Saison sprang für den Jahn, durch diese Attribute, am Ende ein verdienter achter Platz heraus. Trainer Markus Weinzierl muss auch in dieser Saison bei der Kader Zusammenstellung ein glückliches Händchen beweisen. Die finanziellen Probleme sind in dieser Spielzeit noch gravierender als in den Jahren zuvor. So mussten einige Leistungsträger wie z.B. Haller (Aalen) und Hörnig (Chemnitz) an die direkte Konkurrenz  abgegeben werden. Insgesamt verließen bis jetzt 11 Spieler den Verein, allerdings wurden auch erst 2 Neuzugänge präsentiert. Mit Müller (Fürth II) und Kasal (Belediyespor) kamen zwei Nachwuchsspieler nach Regensburg, die den Sprung in die dritte Liga erst mal schaffen müssen. Die Personalplanung des Jahn ist allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen.

Prognose: Sollten die Regensburger auch in dieser Saison wieder über den Mannschaftsgeist der letzten Jahre verfügen, könnte das Ziel Klassenerhalt erreicht werden.

OFC Kickers 1901:

Nachdem wir uns mit unseren 19 Gegnern beschäftigt haben, kommen wir nun zu unseren Kickers. Das Beste kommt halt immer zum Schluss. Es bleibt nur zu hoffen, dass diese Saison für den OFC besser verläuft als die der letzten drei Jahre. Vom Aufstieg in die zweite Liga möchte ich gar nicht sprechen, allerdings darf es diese Saison nicht wieder passieren, dass sich ein Großteil der Fans nicht mehr mit der eigenen Mannschaft identifizieren kann. Dabei fing doch letzte Saison alles so gut an, die Neuzugänge mit dem perfekten Ligastart und das beherzte Auftreten im DFB-Pokal lösten bei uns Fans Euphorie und eine große Erwartungshaltung aus. Aber es kam dann ja wieder einmal alles anders. Nach der Winterpause verspielte man nicht nur den Aufstieg, sondern auch sämtlichen Kredit bei den Fans. Trainer Wolfgang Wolf wurde durch Thomas Gerstner ersetzt, doch auch der neue Trainer erlebte nach desaströsen Auftritten und falschen Entscheidungen das Saisonende nicht. Der Höhepunkt sollte allerdings noch folgen als die Kickers im Halbfinale des Hessenpokal gegen Kassel ausschieden und sich damit nicht für den DFB-Pokal qualifizierten. Sportmanager Andreas Möller trat unter dem Druck der Öffentlichkeit zurück und machte den Weg für einen erneuten sportlichen Umbruch frei. Der bisherige Marketingleiter Michael Sternkopf übernimmt den Posten Möllers und verpflichtete kurze Zeit später Arie van Lent als neuen Trainer. Aber auch in der Mannschaft findet in der neuen Saison wieder ein großer Umbruch statt. Mit Testroet, Kleineheismann, Hickl, Bender und Hahn konnten junge Nachwuchsspieler verpflichtet werden. Zudem wurden Sommer und Henrich aus der zweiten Mannschaft in den Profikader befördert. Dagegen verließen 10 Spieler den Verein, ob sie bei ihrem neuen Arbeitgeber die Erwartungen erfüllen können bleibt abzuwarten. Es bleibt zu hoffen, dass van Lent aus den neuen und den verbliebenen Spielern schnellstmöglich eine Mannschaft formen kann, die bereit ist alles für den Verein zu geben.

Prognose: Ein guter Mittelfeldplatz sollte erreicht werden. Wenn die Mannschaft bis zum Saisonende alles gibt ist vielleicht auch etwas mehr drin.

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